Eckdaten

  • Art Villa
  • Lage 79346 Kiechlinsbergen
  • Kaufpreis 1.270.000,00
  • Wohnfläche ca. 556
  • Grundstück ca. 536
  • Zimmer 13
  • Baujahr 1776
  • Etagen 3
  • Alt-/Neubau Altbau
  • Denkmalschutzobjekt ja
  • Heizungsart Zentralheizung
  • Stellplatztyp Aussenstellplatz
  • Stellplatzanzahl 3
  • Fahrzeit Hauptbahnhof 9 min
  • Fahrzeit nächste Autobahnauffahrt 15 min
  • Fahrzeit nächster Flughafen 70 min
  • Zustand Modernisiert
  • Immobilien-ID 5090
  • Provision 3,48 %

Immobilie

Das zwischen 1776 und 1778 erbaute Schloss Kiechlinsbergen ist ehemalige Propstei oder Herrenhaus des Klosters Tennenbach und befindet sich im idyllischen Winzerdorf Kiechlinsbergen im nördlichen Dorfbereich, direkt neben der Winzergenossenschaft. Das Schloss ist ein Dreiflügelbau, welcher sich in den Hauptbau und Ostflügel, sowie den Westflügel unterteilt. Bei dem hier angebotenen Flügel handelt es sich um den Westflügel, der sich auf einem Grundstück mit ca. 536 m² befindet und 2004 umfangreich mit viel Gespür zum Detail, aufwendig von seinem jetzigen Eigentümer restauriert und modernisiert wurde und sich wie folgt in 3 Wohnungen aufteilt.

Im Erdgeschoss befindet sich eine 5-Zimmer- Wohnung mit einer Wohnfläche von ca. 194 m², welche anmutiger nicht sein könnte. Über den großzügigen Flur mit Steinboden und Wandbüsten aus dem Ursprungsbaujahr, treten Sie ein durch die historischen Vollholztüren in die beiden stilvoll gestalteten Bäder und die atemberaubenden Wohn- und Schlafräume mit einer Deckenhöhe von 3.10 m, welche mit Stuckrosetten und Stuckleisten verziert sind und über einen alten aber gepflegten Holzdielenboden begangen werden. Über das Esszimmer gelangen Sie bequem in die Küche und das Wohnzimmer mit seinem funktionsfähigen runden antiken Kachelofen und Zugang zu der Südterrasse mit Garten die einen Traumhaftem Blick auf Kiechlinsbergen und den Kaiserstuhl zulässt. Das Arbeits- und Gästezimmer ist sowohl über den Flur wie auch das Wohnzimmer zugänglich. Diese Wohnung ist aktuell nicht vermietet.

Im Obergeschoss dieser seltenen Immobilie findet sich eine 4-Zimmer- Wohnung mit einer Wohnfläche von ca. 169m², die der Wohnung im Erdgeschoss in nichts nachsteht. Auch Sie besticht durch Stuckelemente an den Wänden und Decken, den alten gepflegten Holzdielenboden, die historischen Vollholztüren und die imposante Deckenhöhe von 3.10 m. Ebenso wie im Erdgeschoss verfügt diese Wohnung über zwei Bäder, eine Einbauküche und den funktionsfähigen runden antiken Kachelofen. Diese Wohnung ist seit 01.08.2015 an einen Arzt vermietet.

Das ausgebaute Dachgeschoss mit ca. 193 m² Wohnfläche verteilt sich auf 4-Zimmer und sorgt mit seinem alten Gebälk für einen ganz besonderen Charme. Über den Eingangsbereich gelangen Sie in die großzügige Diele, von wo aus Sie in angrenzenden Wohn- und Schlafzimmer gelangen, sowie den Bädern. Auch diese Wohnung verfügt über einen gepflegten Holzdielenboden und hochwertige Einbauküche. Der darüberliegende Dachspitz wird als Speicherraum genutzt. Diese Wohnung ist seit 01.09.2019 vermietet.


Lage

Das imposante Herrenhaus befindet sich am Ortsrand von Kiechlinsbergen, eingebettet in die Weinreben des Kaiserstuhls. Den Bewohnern des Ortes stehen in fußläufiger Entfernung ein Bäcker, eine Metzgerei sowie eine Grundschule und Kindergarten zur Verfügung. Über den Städlibus Endingen, welcher täglich viermal verkehrt ist Kiechlinsbergen an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen, somit erreicht man auch ohne Auto die Kleinstadt ganz bequem.

In Endingen gibt es ein breit gefächertes Vereinsangebot sowie Sport-und Freizeiteinrichtungen. Vereine und freie Kulturträger bieten kulturelle Vielfalt. Endingen ist ein Tourismusort und verfügt über ein sehr gut ausgebautes Angebot an Wander- und Radwanderwegen am und im Kaiserstuhl. Schwimmbäder und Badeseen sowie der nahe gelegene Rhein bieten auch Wassersportlern Möglichkeiten. Ein breites Angebot an Einkaufsmöglichkeiten wie z.b. Supermärkte (Aldi,Lidl,EDEKA), Bäckereien, Metzgereien und ein Drogerie Markt finden sich in der beschaulichen Kleinstadt am Kaiserstuhl. Aber auch kulinarisch hat Endingen einiges zu bieten, ob es der sonnenverwöhnte Wein der ansässigen Winzer ist, oder die gemütlichen Restaurants bis hin zur Sterneküche, in Endingen kommt jeder auf seine kosten. Das Endinger Schulzentrum umfasst die Grundschule am Erle, die Klassen 5 bis 7 der Werkrealschule "Nördlicher Kaiserstuhl" (Werkrealschule gemeinsam mjt der Gemeinde Wyhl) sowie die Stefan-Zweig-Realschule. Die Maria-Sibylla-Merian-Grundschule in Kiechlingsbergen und Königschaffhausen nimmt Grundschüler aus diesen beiden Dörfern auf. Dort befindet sich auch eine Grundschulförderklasse. In der Kernstadt gibt es 3 Kindergärten (städtisch und katholisch) sowie eine Einrichtung für Kleinkinderbetreuung.

Endingen liegt an der Landesstraße 113 als Ost-West-Verbindung zwischen der Bundesautobahn AS (Karlsruhe-Basel) und der Autoroute A 35 Strasbourg -Basel im Elsass. Der nächstgelegene Autobahnanschluss an die Bundesautobahn 5 (AS Riegel) ist ca. 11 km entfernt. Endingen ist durch die Kaiserstuhlbahn (Gottenheim -Riegel am Kaiserstuhl -Breisach am Rhein) in Riegel an das überregionale Schienennetz, der Rheintalbahn und dem Regionalverkehr, angebunden. Sowohl vom Bahnhof und Busbahnhof Endingen starten täglich ca. 20 Verbindungen. Der nächste IC/ICE-Bahnhof befindet sich im ca. 30 km entfernten Freiburg. Die nächst gelegenen Flughäfen sind der EuroAirport Basel -Mulhouse-Freiburg und der Flughafen Strasbourg/Entzheim in ca. 70 km Entfernung. Die lnterkontinentalflughäfen Frankfurt und Zürich-Kloten sind jeweils in ca. 2 Stunden zu erreichen.

Ausstattung

Erdgeschoss:
– Steinboden im Flur
– Wandbüsten im Flur
– Vollholztüren
– Kunststofffenster?
– Klappläden
– Holzdielenboden im Wohn- Esszimmer, Gästezimmer und Arbeitszimmer
– Teppichboden im Schlafzimmer
– Badezimmer mit Dusche, WC und Fenster
– Badezimmer mit Wanne, Dusche, WC und Fenster
– Deckenhöhe 3.10 m, mit Stuckrosetten und Stuckleisten verziert
– funktionsfähiger antiker Kachelofen
– Südterrasse mit Zugang zum Garten
– hochwertige Einbauküche
– PKW Aussenstellplatz

Obergeschoss:
– Steinboden im Flur
– Vollholztüren
– Kunststofffenster?
– Klappläden
– Holzdielenboden im Wohn- Esszimmer, Gästezimmer und Arbeitszimmer
– Teppichboden im Schlafzimmer
– Badezimmer mit Dusche, WC und Fenster
– Badezimmer mit Wanne, Dusche, WC und Fenster
– Deckenhöhe 3.10 m, mit Stuckrosetten und Stuckleisten verziert
– funktionsfähiger antiker Kachelofen
– hochwertige Einbauküche
– PKW Aussenstellplatz

Dachgeschoss:
– Holzdielenboden in allen Wohn- und Schlafräumen
– Holztüren
– Kunststofffenster?
– Badezimmer mit Dusche, WC und Fenster
– Badezimmer mit Wanne, Dusche, WC und Fenster
– Decken mit altem Holzgebälk
– hochwertige Einbauküche
– PKW Aussenstellplatz

Sonstiges

Geschichte von Kiechlinsbergen und dem Schloss

Das Winzerdorf Kiechlinsbergen ist wohl eines der schönstgelegenen Dörfer am Kaiserstuhl. Überraschend ist die Zahl der historischen Baudenkmäler, die eine bewegte Vergangenheit, dieses erstmals im Jahre 862 erwähnten Ortes bezeugen. Damals wurde die Gemeinde in einer Vergabung an das elsässische Kloster Andlau erwähnt. Der Ort hieß damals noch Bergen oder Niederbergen. Klostervögte des Klosters Andau waren zunächst die Üsenberger, dann als Untervögte die Ritter Küchlin aus Freiburg, die im Ort auch ihre Burg hatten. Seit 1344 versuchte das Zisterzienserkloster Tennenbach die Besitzrechte von Andlau abzukaufen und ab 1658 gehörte das Dorf und die Kirche zum Kloster Tennenbach. Anstelle älterer Gebäude baute Abt Maurus Berier vom Zisterzienserstift Tennenbach von 1776-78 ein neues Amtshaus in Kiechlingsbergen. Tennenbach war Orts-, Grund- und Zehntherr über das Dorf. Im neuen Gebäude, auch Propstei oder Herrenhaus genannt, residierte der Stellvertreter des Abtes, der "Pater Statthalter", der die anfallenden Zehnten und Zinsen im Ort und der weiteren Umgebung einzuziehen und zu verwalten hatte. Ein weiterer Mönch hatte die Aufgabe, die Pfarrei Kiechlingsbergen seelsorglich zu betreuen. Öfters nutzten auch der Abt und Gäste das Haus als Residenz und auch kranke Mönche sollten hier Genesung finden. Im Zusammenhang mit der Säkularisation des Stiftes Tenenbach nahm der badische Staat im Mai 1806 die Propstei mit allem Zubehör in Besitz. Im Protokoll heißt es: "Das Statthaltergebäude oder der sogenannte Amtshof, zweistöckig, anno 1778 massiv gebaut, es enthält 18 bewohnbare Zimmer und einen schönen Saal mit schöner Gypserarbeit. Im Keller haben 2000 Saum Wein Platz. Die Erbauung kostete das Kloster in jenen wohlfeilen Zeiten die Summe von 70000 Gulden." Nach der Säkularisation wurde das Gebäude aufgeteilt in Pfarrhaus und Domänenamt. Letzteres wurde 1840 aufgelöst und kam in Privathand, u.a. von Dichter Karl Wolfskehl. Seit 1962 ist auch der ehemalige Pfarrhausteil privat. Die auffallende Ähnlichkeit des Kiechlingsberger Gebäudes mit den Neubauten des Mutterklosters Tennenbach lässt vermuten, dass der dortige Baumeister Peter Thumb aus Voralberg auch die Pläne für Kiechlingsbergen gefertigt hat, die aber erst 1776 vom damaligen Abt in die Tat umgesetzt wurden. Die Kiechlingsberger Probstei wurde jedenfalls mit ihrer Länge von 50m das größte Herrenhaus im Breisgau. Es ist ein Dreiflügelbau mit wenig vorgezogenem Mittelvorsprung und einem rundbogig geschlossenen Giebel mit einer Figur des Heiligen Bernhard von Clairvaux.

Energieausweisangaben

  • Heizungsart Zentralheizung
  • Befeuerung / Energieträger Öl

Grundrisse

Weitere Informationen

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